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Geschichte zum Anfassen - SPD-Landtagsfraktionschef Jüttner beeindruckt vom Ensemble in Sandbostel

Andreas Ehresmann und Clemens Poppe erläutern Wolfgang Jüttner und Ralf Borngräber (von links) die Struktur des früheren Lagers.

Andreas Ehresmann und Clemens Poppe erläutern Wolfgang Jüttner und Ralf Borngräber (von links) die Struktur des früheren Lagers.

05. Juni 2010 0 Kommentare

Sandbostel. „Auch wenn die Öffentliche Hand sparen muss: Gedenkstätten wie die in Sandbostel müssen langfristig erhalten und angemessen finanziert werden. Wir brauchen solche Lernorte.“ Das sagte Wolfgang Jüttner nach einem Rundgang über das Lagergelände. Der Chef der SPD-Landtagsfraktion hatte sich für den Besuch der Gedenkstätte fast zwei Stunden Zeit genommen.

Im Gespräch mit Andreas Ehresmann und Clemens Poppe von der Stiftung sowie dem Landtagsabgeordneten Ralf Borngräber zeigte sich der Spitzenpolitiker beeindruckt von der Wirkung des einzigartigen Ensembles aus erhaltenen Baracken. Er wies auf die Unterschiedlichkeit der Gedenkstätten in Niedersachsen hin: „Wir brauchen diese Vielfalt der Orte“, sagte er. Diese Ansicht sei mittlerweile zum Glück überparteilicher Konsens – auch in Zeiten knapper Kassen.

Wolfgang Jüttner und Ralf Borngräber nahmen sich für die Führung durch Andreas Ehresmann fast zwei Stunden Zeit.

Wolfgang Jüttner und Ralf Borngräber nahmen sich für die Führung durch Andreas Ehresmann (von rechts) fast zwei Stunden Zeit.

Der Verfall der meisten Baracken ist inzwischen gestoppt. „Jetzt ist die Stiftung dabei, zwei davon zu Informationszentren herzurichten und entsprechende Ausstellungen über die verschiedenen Phasen des Lagers zu erarbeiten“ informierte Ehresmann. Dafür stehen bis zum Frühjahr 2013 rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung, überwiegend vom Bund und vom Land.
 

Mittlerweile besuchen etwa 2.000 Schüler pro Jahr das Gelände, Tendenz steigend. Eine Schulklasse aus Selsingen hilft im Rahmen wöchentlicher Praxistage sogar regelmäßig bei der Renovierung. Hinzu kommen zahlreiche Teilnehmer der regelmäßigen Sonntagsrundgänge. Sie alle seien beeindruckt von der Authentizität des Geländes, berichtete Ehresmann. Sandbostel biete quasi Geschichte zum Anfassen.
 



Angeregt im Gespräch: Wolfgang Jüttner, Andreas Ehresmann und Ralf Borngräber (vorne von links).

Angeregt im Gespräch: Wolfgang Jüttner, Andreas Ehresmann und Ralf Borngräber (vorne von links).


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